Überwachung in China: 60 Kameras für 500 Meter Straße
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30, 31, 32, 33, 34. Peking ist eine extrem widersprüchliche Stadt. Wir leben hier seit etwa sieben Jahren, meine Familie und ich. Und im Grunde ist es bis heute noch so wie es vom ersten Tag an war: Die Stadt ist eindrucksvoll, faszinierend und zugleich abstoßend. Wir gehen jetzt durch meinen Stadtteil in Peking, um zu zeigen, wie widersprüchlich Peking ist und was für eine ungewöhnliche und gleichzeitig dynamische und auch bedrückende Stadt das ist. Einer der aggressivsten Auftritte des digitalen China ist der Überwachungsstaat und das erlebe ich besonders stark in den Jahren, in denen ich hier gelebt habe, in meiner Straße. Das hier ist meine Straße und es lohnt sich, einmal zu zählen, wie viele Überwachungskameras wir in dieser Straße haben. Wir haben: eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht. Das Gefühl ist unangenehm, aber man merkt es kaum noch. Nummer 12, Nummer 13, 18 19 Wir sind kaum halb durch. 33, 34 Kameras bis zur ehemaligen Botschaft von Neuseeland. Ich glaube, ich habe mich sogar verzählt. Ich weiß nicht genau, wo die Informationen zusammenlaufen. Ich weiß aber mit Sicherheit, dass, wenn der chinesische Staat die öffentliche Sicherheit im Blick hat, genau weiß, wie sie alle Bilder, die es gibt zusammenführt. Das steht sicher fest. Jetzt sind wir am Ende: 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59. Irgendwo dahinter ist sicher auch noch eine. Wir könnten jetzt zählen, wie viele Schritte wir hier überhaupt gegangen sind, aber das sind bestimmt nicht mehr als 500 Meter und wir haben 60 Kameras. Peking ist eine Stadt von extremen Widersprüchen. Das sieht man zum Beispiel an dem Mann, der hier auf diesem Fußgängerüberweg ist und dem ich öfter begegne, wenn ich hier durchmarschiere. Das ist ein Blinder, der hier mit seiner chinesischen Fiedel steht und musiziert. Was er allerdings auch hat, wenn man ihn bezahlen will, ist ein WeChat-Code, mit dem man ihn bezahlen kann. Man kann ihm auch Bargeld geben. Aber man kann ihn auch auf diese Weise hier bezahlen. In China sind sogenannte Hotpot-Restaurants sehr beliebt, das ist eine Art chinesisches Fondue. Dieser Laden hier in Peking hat die Besonderheit, dass er das Essen zum Teil mit Robotern serviert. Die fahren hier herum, wenn die Leute bestellen. In dem Augenblick, wo der Kunde am Tisch seine Bestellung abgeschlossen hat und auf den Knopf drückt, fangen hier die Roboterarme an zu suchen und sie suchen die einzelnen Zutaten raus, die man in seinem Hotpot haben will. Das schaut ein bisschen aus wie ein riesiger Apothekenschrank, aber funktioniert. Und jetzt deckt sich der Tisch von Roboterbesuch zu Roboterbesuch. Wir probieren mal, was passiert, wenn ich mich dem Roboter in den Weg stelle: Halt! Halt! Er will unbedingt an mir vorbei. Er sagt höflich: Bitte machen Sie Platz, Sie stehen in meinem Weg. Man muss sagen: Das hier ist eine Marketingidee denn in Wahrheit hat das Restaurant einen der besten Services, die man überhaupt in China finden kann. Das Personal ist extrem geschult. Wenn man hier ein bisschen warten muss auf sein Essen, dann wird zum Beispiel angeboten, dass die Damen eine Maniküre bekommen, oder man sich draußen einen Kinofilm anschaut. Es ist also schon ein sehr aufwändiges gastronomisches Erlebnis, das man hier bekommt. Und die Roboter entsprechen einfach nur der großen Begeisterung, die die Chinesen generell für alles haben, was technisch, modern und neu ist. Nach dem Bezahlen mit Mobiltelefonen setzt sich inzwischen auch das Bezahlen per Gesichtserkennung immer mehr durch. Allerdings wird das fast nur für Chinesen angewendet. Chinesen müssen, wenn sie sich auf einer der Bezahlplattformen anmelden, ihr Gesicht zeigen, nach links und rechts wenden und dann ist ihr Gesicht damit verbunden und sie können einkaufen. Wir zeigen das jetzt mit unserer chinesischen Mitarbeiterin Wu Dandan und gehen in diese Konditorei hinein, kaufen ein paar Süßigkeiten und man sieht sehr schnell, dass sich auch dieses Modell wahrscheinlich weltweit durchsetzen wird, weil es sehr einfach und bequem ist.

100 thoughts on “Überwachung in China: 60 Kameras für 500 Meter Straße

  1. Ich war erst in Hefei und Shanghai und einige der gezeigten Überwachungskameras über der Straße sind doch gar keine sondern LED Blitze, die die Fahrer beleuchten um so ein besseres Bild zu erhalten.

  2. der Roboter sagt..!! du primitiver Europäer geht's du zu deine zurück gebliebene arrogante Kontinente zurück 🤣🤣😂

  3. Tolles Beispiel für Überwachung in China: die (meist privaten) Kameras von Villen und Botschaften zählen. So ein Unsinn, journalistischer Kindergarten. Vielleicht sollte dieser Qualitätsjournalist in den Ruhestand versetzt werden.

  4. Das ist alles der Anfang der NWO, eine eine Welt Regierung, Überwachungsstaat, und dann kommt auch schon langsam langsam der RFID Chip das heißt, das Bargeld gibt es bald nicht mehr deswegen brauchst du diesen Gesichtserkenner um zu bezahlen der Staat guckt, ob du den Chip hast, wenn nicht kannst du nichts kaufen und somit nichts bezahlen! Es fängt bald an und jeder sagt so ist es angenehmer hat den Sinn nicht verstanden, der Chip ist das Wahrzeichen des Tieres

  5. Wenn es dir nicht gefällt zieh doch aus ?
    Seid froh das ihr nicht in Afrika seid ohne high tech usw…
    Was ein lappen

  6. Auch wenn die viele Kameras in einer Diplomaten Strasse sind gibt es in ganz China über 20 Mio. Kameras. Die zur Überwachung der Bevölkerung dient. Dies ist überhaupt nicht normal.

  7. Peking ist keineswegs Widersprüchlich sondern deine Europäische Arroganz, China hat sich vom Kommunismus nicht losgesagt.

  8. Das ist also idealer Kommunismus ,
    Dort darf niemand gegen den Staat demonstrieren ,anders als ZUM BEISPIEL die linken Antifa in westlichen Ländern .

  9. Typisch Spiegel und andere Mediengelenkte „Reportagen“. Tun so als ob an jeder normalen Straße viele Kameras wären etc….

  10. Jetzt kann sich auch jeder denken warum es in China allgemeine so viele Überwachungskameras gibt.die aus dem Botschafts Viertel mal nicht ausser acht gelassen.. Eingescannte Gesichter zwecks "bequemeres" bezahlen + unzählige Kameras= perfektes Tracking/Überwachungs system der Bevölkerung.Würde nicht mal per NFC Bezahlen.Bargeld bedeutet Freiheit!merkt es euch!!

  11. Sie sollten auch in deutschen Städten laufen ich bin mir sicher das es in Deutschland nicht weniger Kameras gibt an jeder Ampel gibt's Kameras sogar unten anfusgänger unten der 2te grün ist erzetz und viele heuser sind bestückt nicht in haubt Straßen sondern jede Straßen

  12. Überwachung ist leider dringend nötig. Neben den üblichen Politikspinnern sind auch der relativ hohe Muslimanteil eine latente Gefahr für die Sicherheit der Bürger und vor allem den Diplomaten. Merkel sagt" Nun ist es halt passiert"

  13. Ist das wirklich so schlimm , die vielen Kameras ? Solange man nicht unfreiwillig beim Sex im Schlafzimmer gefilmt wird , ist doch alles andere Ok ! Hatt mal jemand von diesen ganzen scheindemokratischen , westlichen Journalisten ein Wort darüber verloren , das dadurch in chinesischen Großstädten die Kriminalitätsrate weltweit am niedrigsten ist ! Shanghai ist z.B. statistisch gesehen die mit am sicherste Großstadt der Welt ! Besonders Frauen fühlen sich dort am sichersten ! Davon kann Deutschland mit Berlin , Köln u.v.a. Großstädten nur träumen !!! Freilich ist diese großflächige Videoüberwachung für viele keine angenehme Atmosphäre , aber wenn sie der Sicherheit der Menschen dient , muss doch bei jedem wirklich , demokratisch , freiheitlich gesinnten Menschen eine Einsicht und Verständnis dafür dasein !

  14. Und dann stellt man mal die Verbrechen qoute mit westlichen Ländern gegenüber. Anscheinend sind diese Kameras richtig und wichtig

  15. Und Infrarot-Scheinwerfer werden auch als Kamera gezählt?!… man man man – und sowas vom "renommierten" Spiegel…

  16. Schlechter Beitrag, der Titel sagt das was der typ in einer minute durch aufzählen der Kameras macht und dann kommt er auf ein anderes thema und macht Werbung für ein Restaurant, ist wirklich schlecht gemacht und ähnelt einem 10 jährigen der von seinem Urlaub erzählt

  17. Jo auf dem gelände der botschaft ist das ja warscheinlich normal das da soviele kameras sind. Das ist bei uns nicht anderst, also was soll so ein beitrag. Wenn es den herr stört mit den kameras dann kann er ja weg ziehen.

  18. Schön, dass die amis, welche grade bei mir mitschauen, auch der Meinung ist dass die chinesen ein totaler überwachungsstaat haben..

  19. Das ist die Zukunft, in der Kriminelle die Normalen überwachen. Die Folterer, Brutalen und Moerder stalken und ueverwacgen, belaestigen, berauben und terrorisieren dann die Guten und Normalen.

  20. Jaaa, das ist der Traum der links-grünen "Altparteien-Volksvertreter"! Nun noch der Zugriff auf Smart-Home-Geräte und George Orwell würde vor Neid erblassen und seine "Phantasie" würde Kapriolen schlagen! Sein Buch über einen totalen Überwachungsstaat könnte er neu schreiben!

  21. Überall stehen die dicksten Autos. Denke das hat mehr was mit den Leuten die da wohnen zu tun und mit Sicherheit, als mit Überwachung und Spionage

  22. 640 Mill. Entwicklungshilfe von "Gormaney"- people jährlich. Wenn die Schafe genug Pelz haben und sich gerne rasieren lassen…..

  23. Auf einem Straßenzug für Botschaften Kameras zu zählen halte ich für nicht sonderlich repräsentativ.
    Vielmehr ließe sich hier eine gewisse Fürsorge der chinesischen Behörden für die Diplomaten unterstellen.

  24. Haltet mich für naiv, aber wenn man sich als unbescholtener Bürger nichts zu Schulden kommen lässt, was soll man dann zu befürchten haben?

  25. Den Bezahlvorgang per Gesichtserkennung finde ich jedenfalls mal angenehmer als die deutsche Omma, die ihre 5,68€ passend zahlt

  26. Spiegel TV sollte mal nach Gross-Britannien kommen und die CCTV Kameras zaehlen. die sind hier an jeder ecke angebracht. Dazu kommen dann noch die privaten Kameras die in Geschaeften angebracht sind und die Kameras,, die die Geschwindigkeit und auch Durchschnittsgeschwindigkeit messen und das nicht nur auf Autobahnen sondern auch in Staedten.
    Ich nehme an, dass die CCTV Kameras bald auch in oeffentlichen Toiletten angebracht werden um zu ueberpruefen, dass man sich den Hintern richtig abwischt.

  27. Ich versteh noch nicht so ganz wie das mit der Gesichtserkennung funktionieren soll. Die sehen doch alle gleich aus😂😂😂

  28. Hi,

    Eine Frage zu der Strasse, kann es sein, dass es sowas wie eine "Gated Community" ist, denn auch die Erwähnung einer (ehemaligen) Botschaft klingt danach, es sieht für mich auch so aus, als ob ein Großteil der Kameras vor Eingängen bzw Einfahrten/Ausfahrten sind kann das sein?

    Gruß

    Alef

  29. Das mit den Kameras war nichts. Sie haben aus dem Diplomaten und Botschafts- bzw Konsulatsviertel gefilmt und die Kameras gezählt. Ich möchte wissen wie Botschaften in Deutschland bewacht werden. Ich will nicht verneinen, dass es in China eine Menge Kameras gibt, aber die finden sich auch sehr zahlreich bei unseren Nachbarn in London z.B.

  30. Aha, Spiegel – Korrespondent…alles klar.
    Wenn man bedenkt, dass in China ca 20 mal so viele Menschen leben, wie bei uns, bekommt die kuenstliche Empoerung schnell ihr wahres Gewicht praesentiert!!! Und die Alternative waere GAR KEINE KAMERAS! Aber dieses scheinheilige Narrativ – Leute seht wie schlimm es in China ist – und wie super bei uns – ist nichts als primitive Propaganda…natuerlich mit guten Zweck!!!!
    Und noch was: Die Kameras bleiben wirkungslos, solange nicht Menschen Bild fuer Bild ihre Arbeit sondieren. Was sich kein Sterblicher antut, nicht einmal Chinesen:-)…also werden die Bilder nur angeschaut, wenn es einen Verdacht, ein Verbrechen etc. gibt….Natuerlich wuenschte ich mir eine ideale Welt – aber ich – lebe auch hier in China – kann die chinesische Logik verstehen.
    Nur fuer einen Spiegel – K. , der uebers Mentale nicht hinausschauen kann, muss die Welt tatsaechlich bedrueckend sein…
    mein Beileid!!!! VIelleicht in Pension gehen???!!!!

  31. Also ums kurz auf den Punkt zu bringen: Das video verraet mehr ueber den Geist des Hr. Redakteurs , als ueber den seiner chinesischen Wahlheimat… von Negativitaet, Eigenduenkel und pseudointellektueller Arroganz zerfressen….Frei nach dem Motto" Was tun Speigel – Redakteure, wenn sie nicht im Dienst sind…..Gute Besserung!!!!

  32. Voll der Fake. Bei den Gebäuden in der Strasse sieht man das es Botschaften sind. Das ist doch normal. Diplomaten Kennzeichen waren auch zu sehen. Voll Fake wieder.

  33. Wie die Leute hier in der Kommentarsektion den Überwachungsstaat China verteidigen, da kann ich nur den Kopf schütteln……..

  34. 4:49 […], "oder man sich draußen einen Kinofilm anschaut". Fängt man dann für ein paar Minuten einen Film an?

  35. Also in Shanghai habe ich als Rekord bisher 48 Kameras auf 200m gezählt.

    Ist schon extrem viel, aber es gibt durchaus viele Orte ohne Kameras

  36. Interessanter Beitrag. Mein Beileid an die Mitwirkende Leonie Voss für die Disskriminierung, die sie bestimmt aufgrund ihres Nachnamens allenthalben erfahren muss.

  37. Finde es gut das so viele Kameras vorhanden sind.
    So gibt es kaum Verbrechen wenn einer ein Verbrechen begeht ist er innerhalb paar Stunden am arsch.
    Jetzt kann man wegen der Privatsphäre diskutieren, aber so wird jede Person gleich "überwacht" und somit ist jede Person gleich gestellt.
    Ich würde mich nicht beklagen wenn Deutschland tausende von Kameras aufstellt. Ich habe eine "weiße Weste" von daher können die das gern machen. Beklagen würden sich wohl die meißten die keine "weiße Weste" haben

  38. tja, mit euren deutschen Meinungen koennten wir davon aus ziehen warum die deutsche Polizei so unleistungsfaehig ist. Technologie ist zweischneidig. Wenn du es so nicht magst wie China die Technik anlegen sodass das Recht zur Sicherheit des Bürgers verschont werden darf bitte nicht einfach China als "ueberwachungstaat" pauschalisieren

  39. ich fänds super wenn wir hier einen überwachungsstaat hätten.
    man hat einfach deutlich weniger zu befürchten.
    Datenschutz hin oder her, mir doch egal, .. solang man nichts kriminelles macht, hat man halt nichts zu befürchten.
    einfach an regeln halten und alles is tutti 😉

  40. Die totale Überwachung China nicht nur im Botschafterviertel .Solche Verhältnisse wird es in naher Zukunft auch in Europa geben – totale Überwachung , Bargeldverbot , Arbeitskraft durch Roboter ersetzt ect – sozialistische EU Diktatur

  41. Nya, 500m, 60 Kameras und das vor einer (ehem.) Botschaft und viele "dicke" Autos.

    Sorry, aber scheint legitim.

    Ist vor den Botschaften in Berlin nicht anders.

  42. Das ist schon beängstigend, ich schreibe unter chinesische themenvideos oft Kommentare contra China und diese wurden bereits des öfteren gelöscht. Auch hier seh ich kaum kritik in den Kommentaren…

  43. so ein Schwachsinnsbericht, typisch dreckige Lügenmedien. Das ist doch keine represäntative Strasse, sondern high risk Gebiet und da ist doch eine total andre Situation.

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